GLL und Landesverband der Jagdgenossenschaften vereinbaren Kooperation
Minister Hans-Heinrich Ehlen und Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke begrüßen die Kooperation und nahmen auf der Jahreshauptversammlung des ZJEN (Zentralverband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Niedersachsen) am 26. November 2007 in Bad Fallingbostel den neuen Flyer entgegen. Er informiert Jäger und Jagdgenossenschaften über Inhalte und Details von Jagdkarten und benennt alle Katasterämter der GLL als Ansprechpartner in Niedersachsen.
Bernhard Haase, Präsident des ZJEN, wies die über 900 erschienenen Mitglieder in seiner Begrüßung auf das Angebot der GLL und die an mehreren Stellwänden präsentierten Jagdkarten hin. Für deren Aufbau hatten die GLL Verden und Sulingen gesorgt und neben eigenen Mustern Beispiele aus Oldenburg, Osnabrück, Hannover und Aurich ausgestellt.
Auf der gemeinsamen Aufgabenliste stehen einheitliche Symbole, Legenden und Darstellungen in Jagdkarten sowie die Überarbeitung von Verfahrensweisen. Außerdem soll mittelfristig das Programm "Jagdkataster" des ZJEN auf modernste Internettechnologie umgestellt werden. Für Jäger dürfte sich die Kooperation künftig durch eine verbesserte Beratung bei den Katasterämtern der GLL auswirken. Durch die Zusammenarbeit mit dem ZJEN erhalten die GLL in Zukunft mehr Informationen, die sich in den individuellen Jagdkarten wiederfinden. Das erspart allerdings nicht den Weg zur GLL. Eine Jagdkarte kann im Regelfall nicht am Telefon oder per Internet bestellt werden, denn zusätzlich gewünschte Angaben über Ansitze, Futterstellen oder abgerundete Jagdbezirksgrenzen sind nicht im Liegenschaftskataster enthalten.
Eine Jagdkarte enthält neben der Jagdbezirksgrenze Gebäude, Wege und Gewässer, Lage- und Gewannenbezeichnungen sowie Gemarkungs-, Flur,- Flurstücksgrenzen und -namen. Titel, Legende und Nordpfeil ergänzen die Karte. Zusätzlich können nach den Angaben der Jäger Ansitze, Futterstellen, nicht bejagbare Flächen, befriedete Bezirke oder andere Details eingetragen werden. Das Einfügen besonderer Nutzungen oder Beschriftungen ist ebenfalls problemlos möglich. Die Bestimmung von Maßstab und Kartenformat erfolgt individuell und richtet sich nach der abzubildenden Gesamtfläche und den Wünschen der Jäger.
Die Kosten werden für jede Karte gesondert berechnet und sind unter anderem abhängig von der Gesamtfläche, etwaigen Sonderwünschen und dem benötigten Zeitaufwand. Unter 100 Euro ist eine Jagdkarte in der Regel nicht zu haben und zwei Wochen Bearbeitungsdauer sollten eingeplant werden.